Freiwilligendienst im Kinderprojekt Gonçalinho in Cáceres

Zur Einsatzstelle:

Für unsere 2 Auslandsdienststellen, die über das Programm „Weltwärts“ organisiert sind, sind nicht nur frische Schulabgänger, sondern gerne auch junge Menschen bis etwa 25 J. angesprochen, die schon etwas mehr Berufs- und Lebenserfahrung haben. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend).

 

Im Gonçalinho-Projekt werden Kinder der ärmeren Familien in Cáceres von einem gemischten Team aus Brasilien und Deutschland betreut. Wer in Brasilien für sein Kind eine Betreuung außerhalb der (nur halbtägigen) Unterrichtszeit braucht, muss private Einrichtungen bezahlen – für die Eltern der Kinder, die sowieso schon mehrere Jobs gleichzeitig annehmen müssen um überhaupt eine Familie ernähren zu können, ist das nicht möglich. Und grade sie sind besonders auf eine Kinderbetreuung angewiesen. Durch das Goncalinho-Projekt werden die Kinder von der Straße geholt, erhalten eine Mahlzeit, erfahren Zuwendung und sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ihnen wird hier eine bessere Perspektive geboten als zu stehlen, zu dealen oder sich einer Bande anzuschließen. Im Jahr 2008 haben die Schüler der Brasilien-AG mitgeholfen, das Kinderhaus zu bauen und 2010 haben die deutschen und brasilianischen Jugendlichen gemeinsam einen Gemeinschaftsgarten angelegt. Es ist keine Voraussetzung Portugiesisch zu können, denn ein Sprachkurs kann sowohl vorher besucht werden als auch vor Ort in Cáceres. Man lebt dort in Gastfamilien und ist eingebunden in den Freundeskreis, der durch den Jugendaustausch zwischen Metzingen und Cáceres entstanden ist.

Anforderung an die Freiwilligen:

Für diesen Auslandseinsatz sind natürlich gewisse persönliche Kompetenzen gefordert: Freundlichkeit und Toleranz, Engagement, Geduld, Teamfähigkeit, Lust am Organisieren und vor allem Freude an der Arbeit mit (auch schwierigen) Kindern. Ein gesellschaftskritisches Bewusstsein, verbunden mit dem Hinterfragen der herrschenden Weltwirtschaftsordnung ist auch kein Fehler um sich in dem Jahr in Brasilien zurechtzufinden.

Ort: Cáceres ist eine Universitätsstadt mit 100000 Einwohnern, liegt in der Grenzregion zu Bolivien am Fluss Rio Paraguay (in dem man am Stadtstrand baden kann) und ist das Tor zum weltgrößten Süßwassersumpfgebiet Pantanal. Durch unsere Kooperation mit der Universität UNEMAT können Freiwillige in ihrer Freizeit dort auch Seminare besuchen. Die Freiwilligen wohnen dort in Gastfamilien.

 

Weitere Informationen und Bewerbungsverfahren: Die Trägerinsitution der 2 Einsatzstellen ist die Bonifatiusgemeinde in Metzingen. Wenn du Interesse hast, kannst du dich auf unserer Homepage und unserem zweisprachigen Blog weiter über das Projekt informieren und uns über die Homepage auch kontaktieren um deine Bewerbung zu schicken: www.brasilienprojekt.org und www.projetogoncalinhobr.blogspot.com


Eine Kooperation des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der St. Bonifatiusgemeinde

Seit dem Jahr 2002 existiert zwischen den beiden Metzinger Institutionen eine internationale Projekt-Partnerschaft, die vier Bereiche umfasst:

  • Die Brasilien-AG am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (15 Schüler/innen)
  • Die finanzielle Unterstützung von drei brasilianischen Betreuer/innen im Kinderprojekt durch Spenden aus Metzingen, von der Brasilien-AG und den Sternsingern der Kirchengemeinde gesammelt und erarbeitet
  • Ein Jugendaustausch zwischen den deutschen und brasilianischen Jugendlichen im jährlichen Wechsel
  • Zwei Freiwilligendienststellen im Kinderprojekt für deutsche Jugendliche

Mehr Informationen

Das Kinderhilfsprojekt Gonzalinho

Gonzalinho heißt das Kinderhilfsprojekt in Cáceres. Die Stadtteilinitiative bietet eine Tagesbetreuung für Kinder, die von Ihren Eltern tagsüber nicht versorgt werden können. Wir vom Brasilienprojekt in Metzingen versuchen mit Dia-Vorträgen, Klassenpatenschaften und Aktionen genügend Geld für das Projekt einzusammeln. Aber das ist noch längst nicht alles. Mehr Informationen

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