Brunnenbau im Projektgarten

Brunnenbau im Projektgarten

Seit letzter Woche hat das Kinderprojekt eine eigene Wasserversorgung im Garten. Auf diesen Brunnen, der von der Stiftung „children for a better world“ finanziert und vor Ort in Eigenarbeit gebohrt wurde, sind wir besonders stolz. Denn so sind die Kinder und Betreuer unabhängig von der öffentlichen Wasserversorgung und können die Beete bewässern, ohne dass es etwas kostet. Sie können jetzt an heißen Tagen sogar nach Lust und Laune mit dem Gartenschlauch Wasserspiele veranstalten und  in Wannen baden. Auch besteht keine Gefahr, dass ein Kind in den Brunnen fallen könnte, weil er mit einer ganz einfachen  Elektropumpe plus Wasserhahn funktioniert.

Brunnenbau im Projetkgarten
Die Investition in den Brunnen hat auch Gründe, die mit dem globalen Klimawandel und seinen regionalen Auswirkungen zu tun haben: In Cáceres wird das Wasser knapp. Von Jahr zu Jahr führt der riesige Rio Paraguay weniger Wasser. In der Trockenzeit rationiert inzwischen die Stadt das Wasser, das sie den Haushalten zur Verfügung stellt, es wird in den verschiedenen Stadtvierteln periodisch abgestellt. Verstärkt wird die allgemeine Erderwärmung in der Region des Pantanal durch die extensiven Monokulturen von Soja und Agrartreibstoffen. Für den Export des Viehfutters und des „Bio“-Sprits (v.a. nach Europa) werden unvorstellbar große Flächen Wald abgeholzt, dadurch gehen die natürlichen Wasserspeicher verloren und das Land verödet. Der Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit ist charakteristisch für das Sumpfgebiet Pantanal, aber noch nie war aus den Trockenperioden tatsächliche Dürre geworden. Diese Gefahr droht nun. Es ist uns wichtig, auch den Kindern im Projekt und den Jugendlichen, die am Austausch beteiligt sind, diese Zusammenhänge zu vermitteln, denn unser Anspruch mit der Partnerschaft geht darüber hinaus, ein reines Hilfsprojekt zu sein. Wir haben auch bildungspolitische Ziele. Dazu gehört zum Beispiel auch das Reflektieren des persönlichen Fleischkonsums und Benzinverbrauchs.

Da man den Bau ohne die finanzielle Unterstützung von „Jugend Hilft!“ nicht hätte verwirklichen können, geht ein besonderer Dank an diese Stiftung. Vielen Dank!


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