Auslandsjahr im Partnerprojekt unserer Schule in Brasilien – dem Kinderhort Gonzalinho

 Großer Erfolg unserer zwei Auslandsdienststellen für junge Freiwillige in Brasilien

Vor nun fast zwei Jahren begann mit der Ankunft der ersten Metzinger Freiwilligen in Cáceres eine neue Ära im Gonçalinho-Projekt. Von nun an wurde die Arbeit im Kinderhort, die bisher allein von brasilianischen Freiwilligen getragen wurde, von deutschen und brasilianischen Jugendlichen geteilt und gemeinsam geleistet.

 

Auf dem Eingangsschild über dem Gonzalinhoprojekt steht auf Portugiesisch: „Partnerschaft mit der St. Bonifatiusgemeinde und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Metzigen“

Im August kehrten nun schon die zweiten Freiwilligen, Laura Stasch und Jonathan Krüger, nach einem Jahr aus Cáceres zurück, erfüllt von dem, was sie mit den Kindern erleben und im Projekt bewirken konnten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war der Gemeinschaftsgarten, in dem die Kinder eigenen Salat, Lauch, Kohl, Karotten und Tomaten pflanzten und pflegten. Dabei stand ihnen eine Gruppe Studenten von der Agrarschule in Cáceres mit Rat und Tat zur Seite. Zusammen mit den Kindern legten sie auf dem verwilderten Grundstück Beete an, pflanzten die ersten Setzlinge und organisierten den Wochenend- Bewässerungsdienst. Dass sich die Kinder um diesen Dienst rissen, zeigt, wie verbunden sie sich dem Gartenprojekt fühlen. Damit verbunden ist auch ein bewussterer Umgang mit dem, was gekauft und gegessen wird.

Unter dem Einfluss unserer Freiwilligen wird jetzt in vielseitigeres und gesünderes Essen investiert. Zusammen mit den Brasilianerinnen erarbeiteten sie auch pädagogische Zielvorstellungen, die sie im Lauf des Jahres Schritt für Schritt umsetzten. Beispielsweise gab es eine Projektwoche zum Thema „Die 5 Sinne“, eine Umweltwoche mit dem Motto „Die 4 Elemente“ und eine Woche zum Thema Ernährung. Während der Ernährungswoche besichtigten die Kinder eine Bäckerei und verglichen die Realität eines kleinen Supermarkts im Viertel mit dem neuen großen Einkaufszentrum von Cáceres. Unter anderem half bei der Realisierung eine Partnerschaft mit der Polizei, die die Kinder mit dem Mannschaftsbus zum entfernten Supermarkt fuhr. Auch veranstalteten sie Ausflüge zur Post, zur Agrarschule und zu anderen Orten der Stadt, an die die Kinder des Stadtviertels Cavalhada normalerweise nicht kommen, und erweitern so ihren Horizont und ihre Handlungsmöglichkeiten.

Seit September arbeiten unsere nächsten zwei Freiwilligen im Kinderprojekt – Isabella Mangei und Irina Kaplan. Wir wünschen ihnen ein schönes Jahr und danken allen, die mit ihren Spenden dabei helfen, diesen Arbeitseinsatz möglich zu machen!


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