Einen Baum als Zeichen für die Umwelt gesetzt

Ausgleich – Rektor Brandt vom Metzinger Bonhoeffer-Gymnasium und seine besondere Spende für Brasilien

Einen Baum als Zeichen für die Umwelt gesetzt

Metzingen. Im Juni 2009 feierte der Metzinger Abiturjahrgang seinen Abschlussball. Im festlichen Ambiente berichtet der Metzinger Rektor des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums von zwei Jahren arbeitsintensiver Vorbereitung auf das Abitur. Er selbst begleitete einen Mathematikkurs über diesen Zeitraum, der im Großen und Ganzen mit Erfolg den Schulabschluss erreichte.
Dazu waren allerdings zahlreiche Arbeits- und Übungsblätter von Nöten, die bei dem umweltbewusst denkenden Kurs Anstoß erregten. Schließlich mussten dafür unzählige Bäume gefällt werden, um den immensen Papierverbrauch zu decken. Womöglich landete sogar Papier aus tropischen Regionen im Einzugschacht des Kopiergeräts, wodurch der Vorwurf zur passiven Mithilfe der Rodung des Regenwaldes laut wurde.

Den wusste Rektor Brandt allerdings von sich zu weisen. So verkündet er zum Abschluss der zweijährigen Zusammenarbeit mit seinem Mathematikkurs, dass er die Ökobilanz seines Unterrichts durch das Pflanzen eines Baumes ausgleichen werde. Um der Sorge um den Regenwald entgegenzuwirken, werde er ihn in Brasilien pflanzen – nämlich im Kinderhort „Projeto Gonzalinho“, einem der beiden Patenschaftsprojekte des Gymnasiums.

Seit 2004 unterstützt die Brasilien-AG des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums mit ihrer Arbeit dieses Projekt, dass Kindern aus ärmlicheren Verhältnissen die Möglichkeit bietet sich kindgerecht in ihrer Freizeit zu beschäftigen, um nicht in Gefahr zu laufen, in Straßenbanden, Drogengeschäfte, oder Ähnliches verwickelt zu werden.

Seit August diesen Jahres leisten die zwei ehemaligen Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Uwe Zimmermann und Patrick Kotzur dank der Unterstützung der Metzinger katholischen Kirchengemeinde Sankt Bonifatius ihren „Anderen Dienst im Ausland“, die den Auftrag ihres ehemaligen Rektors gerne annahmen.
Zu Anfang der Regenzeit war es nun soweit. Zusammen mit den Projektskindern pflanzten die zwei Freiwilligen das „Brandtbäumchen“, welches durch die immer häufigeren Regenfälle sicherlich schnell an Größe gewinnt.
In Zukunft soll es den Kindern beim Spielen Schatten spenden und so auch die Idee von Rektor Brandt Früchte tragen lassen.


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